Mein Semester in Sri Lanka 14/15

 
09Januar
2015

Bilder, die für sich sprechen!

Hallo Leute,

ist ‘n bisschen her, als ich das letzte Mal etwas geschrieben habe, ich weiß. Aber das bedeutet eigentlich nur Gutes. Ich kann kaum glauben, dass meine Zeit in Sri Lanka bald wieder rum ist. Noch 1 ½ Monate to go und ich fühle mich bereits unter Druck, dass ich noch alles schaffe, was ich mir vorgenommen habe. Um mir diesen Druck selber zu nehmen habe ich beschlossen, dass ich ganz bestimmt wieder herkommen werde. Es stimmt wohl, was die Leute hier sagen: wer einmal hier war, kommt immer wieder zurück!

Zu den letzten Monaten:

Ich war auf einer sri lankischen Hochzeit.

 

Ich genieße die Nähe zum Wasser und Strand in vollen Zügen. Dort war ich in Hikkaduwa mit ein paar Freunden, wo ich Franzi getroffen habe :)

 

Ich habe Oktoberfest gefeiert im Hilton Hotel in Colombo.

 

Ich habe Halloween gefeiert mit ‘nem Haufen verrückter Leute.

 

Ich genieße noch mehr Strand. Das hier ist Mirissa.

 

Ich war auf einer Baila Night. Baila, der traditionelle sri lankische Tanz.

 

Hey, ich war mal wieder am Strand! Das ist wieder Hikkaduwa.

 

Ich war bei einem Cricketspiel, England vs. Sri Lanka.

 

Ich war in Ella, im Hochland.

 

                                                               Ja, ich bin Tuktuk gefahren!

Ich war in Sigriya, im Golden Temple in Dambulla und in einem Spice Garden.

  

 

 

Und am Strand in Unawatuna.

 

Ich habe Weihnachten gefeiert mit lieben Menschen.

Ich war bei meiner Freundin zu Besuch und habe an einem Wochenende alles gegessen, was man in Sri Lanka mal gegessen haben muss. Und wir waren in Galle.

 

Ich war mal wieder am Strand und habe dort Silvester gefeiert.

 

Das war jetzt wenig Text und viele Bilder, aber ich bin einfach extrem schreibfaul. 

 

Gestern wurden hier Präsidentschaftswahlen abgehalten. Monsieur hat es nicht geschafft und Sri Lanka hat einen neuen Präsidenten. Im Moment sitzen wir alle zu Hause und warten darauf, ob es noch Ausschreitungen geben wird. Bisher ist alles ruhig und wir sind guter Dinge, dass es keine Ausgangssperren geben wird. Meine Pläne für die nächste Zeit sind den Adam's Peak besteigen und so viel Zeit wie möglich am Strand verbringen. 

Bis bald, 

Sina

19Oktober
2014

Das Leben einer Austauschstudentin in Sri Lanka

Liebe Leute,

seit meinem letzten Eintrag ist einiges passiert und es liegt wohl daran, dass ich so lange nicht dazu gekommen bin mal wieder zu schreiben.

Wir sind in unser neues Apartment umgezogen. Colombo 7, Cinnamon Gardens – zentraler geht’s nicht und sowohl die Uni als auch mein persönlicher Lieblingspub sind zu Fuß zu erreichen. Alles in allem fühle ich mich hier deutlich wohler als noch in Mount Lavinia.

Am 3. Oktober waren wir auf Grund des Feiertages in der deutschen Botschaft zu einem Konzert eingeladen – leicht underdressed machten wir uns auf den Weg, um festzustellen, dass Anzug und schwarzes Kleidchen die anderen Gäste schmückten. Die Band hat jedoch ordentlich Stimmung gemacht zur späteren Stunde hat es auch niemanden mehr wirklich interessiert, wie wer angezogen war. Essen und Trinken ging komplett auf Kosten der Botschaft und so haben wir es uns dort richtig gut gehen lassen.

Uni sollte ja nun letzte Woche losgehen. Nachdem allerdings Montag spontan ein Feiertag ausgerufen wurde und wir Dienstag einen Tag Uni hatten, bekamen wir abends die Nachricht, dass die Fakultät schließt – Einmischung von Seiten der Politik in die Universitätspolitik war wohl der Grund. Dies gab uns die Möglichkeit am Freitag schon früh morgens loszufahren Richtung Mount Lavinia, von wo aus wir ein kleines 30-Sitze Flugzeug Richtung Trincomalee genommen haben – einem wunderschönen Ort mit großartigen Stränden im Osten der Insel. Nach einem zunächst beängstigenden Eindruck des Flughafens hatten wir dann doch einen sehr angenehmen, 40 Minuten dauernden Flug und kamen schließlich sicher in Trinco an.

 

Mit unseren Mitreisenden, ein paar Deutschen, die wir in der Botschaft kennen gelernt haben und ein paar Briten, machten wir uns schließlich auf den Weg zu unserem Guest House direkt am Strand in einem Nebenörtchen namens Upuveli.

Überwältigt von den breiten Stränden und netten Menschen und unserem charaktervollen Guest House haben wir uns erst ein paar Stunden gesonnt und sind schließlich in die Stadt gefahren um uns den Fort Frederik anzuschauen und hoch zu einem Tempel auf den Swami Rock zu laufen. Von dort aus hatten wir eine tolle Aussicht auf den Ozean.

Nächsten Tag sind wir auf eine kleine Insel namens Pigeon Island gefahren um dort zu schnorcheln. Etwas beängstigt und gleichzeitig hochfasziniert habe ich mich ins Wasser getraut und nach kurzer Eingewöhnung konnte ich mich über die ganzen „Findet Nemo“ – Fische richtig freuen. Ich bin dann schließlich aus dem Wasser raus, als die anderen freudig von Riff-Haien berichteten, die 2 Meter unter uns geschwommen sind – das war mir nicht so richtig geheuer. Alles in Allem war es eine großartige Erfahrung.

Abends saßen wir mit unseren Mitreisenden, noch ein paar weiteren Menschen und Bier am Strand zusammen und haben das Leben genossen. Ich kann noch immer nicht richtig glauben, wie viel Glück ich habe hier zu sein. Es ist einfach wundervoll.

Den Sonntag verbrachte ein Teil von uns leicht angeschlagen am Strand und im Wasser und abends hat uns ein kleiner Privatbus, den wir gemietet hatten, innerhalb von 6 Stunden wieder zurück  nach Colombo gebracht. Auf dem Weg bekamen wir die Nachricht, dass Uni nächsten Tag wieder losgeht. Witzig, wie das hier einfach den Abend vorher per SMS angekündigt wird.

Uni an sich ist ganz cool. Es tut gut, das Gehirn ein bisschen anzustrengen und sich mal zu verdeutlichen, zwischendurch, warum man ja eigentlich hier ist. Die Seminare gleichen vom Schwierigkeitsgrad her denen in Deutschland, nur sind sie deutlich kleiner und man kann sich schlecht hinter seinen Kommilitonen verstecken, wenn man einen Text nicht gelesen hat. Überhaupt übertreiben die hier ein wenig mit den ganzen Büchern, die wir lesen sollen.

Alles in allem habe ich das Gefühl ich bin angekommen. Und das macht mich glücklich und traurig zugleich, denn ich merke wie schnell die Zeit vergeht, wenn man jeden Abend Spaß hat und denke schon jetzt viel zu oft an nächstes Jahr, wenn mein persönliches Abenteuer wieder vorbei ist. Es sind nicht nur Locals, die sich abends in den Pubs und Bars rumtreiben, sondern auch viele internationale Praktikanten, die zum Teil von 6 Wochen bis zu 6 Monaten hier verbringen, darunter viele Deutsche, aber auch Briten, Franzosen, Russen, Ukrainer, … . Ich merke, wie sehr ich jede Minute mit netten, interessanten und inspirierenden Menschen genieße und gleichzeitig bereits dem bisher Gewesenen hinterher trauere. Dabei ist der Punkt in Allem doch, das Hier und Jetzt zu genießen. Das muss ich wohl noch lernen. Denn so viele inspirierende Menschen, wie ich hier kennen lerne und wieder verabschieden muss, da wäre es wohl nicht gesund jedes Mal traurig zu sein, wenn einer wieder geht.

Mein Abenteuer geht zum Glück noch ein paar Monate weiter und dafür bin ich unheimlich dankbar.

Bis bald also,

Sina

(PS: Mit Glück gibt es bald ein paar Fotos von einer sri lankischen Hochzeit bei der ich wohl das Glück habe, dabei sein zu dürfen.)

23Sept
2014

Beruwala – Strand, Sonne, Sonnenbrand

Moin!

Nachdem wir wieder ein paar Tage in Tristesse in unserem Apartment verbracht haben, kamen wir Samstagvormittag spontan auf die Idee unsere Sachen zu packen und für 2 Tage an den Strand zu fahren. Da wir keine Lust auf eine lange Tour hatten, sind wir nur ein paar Kilometer Richtung Süden gefahren und haben uns dort in Beruwala, nach einer eineinhalbstündigen Busfahrt in einem vollkommen überfüllten Bus mit einem leicht aggressiven Fahrer, in einem kleinen Hotel direkt an einem schönen Strand niedergelassen.

Blick vom Balkon des Hotels

Nachdem wir unsere Sachen im Zimmer gelassen hatten, sind wir mit einem netten Tuktuk-Fahrer in die Stadt in ein Restaurant direkt am Bentota-River gefahren, haben anschließend ein bisschen Obst eingekauft und sind dann abends, zurück im Hotel, an den Strand gegangen und haben dort mit ein paar Einheimischen, die wir am Tag kennengelernt hatten, Bier getrunken, Feuer gemacht und `ne Runde getrommelt.

Nächsten Tag haben wir uns nach dem Frühstück auf die Liegen an den Strand gelegt und die Sonne, den Wind und die Wassertropen genossen, die der Wind vom Meer zwischendurch zu uns herübergeweht hat. Gegen Nachmittag haben uns unsere neuen Bekannten mitgenommen zu einer Schildkrötenfarm in der Nähe. Dort werden Schildkröten aufgezogen, um sie später wieder ins Meer zu entlassen oder Schildkröten aufgenommen, denen nach Angriffen anderer Tiere oder Menschen Gliedmaßen fehlen, die blind sind oder die aus anderen Gründen nicht alleine überleben könnten. Die Farm finanziert sich über Spenden und den geringen Einnahmen aus der Besucherkasse und wurde 2004 vom Tsunami komplett zerstört.

 

Nachdem wir dort waren sind wir indisch essen gegangen und haben den Abend bei unseren neuen Bekannten im Dschungel zwischen Bananenbäumen und Flughunden verbracht, Musik gehört, Bier getrunken und über dies und das geredet. Was sich zuerst wie eine Masche von ein paar Beachboys anhört, hat sich später in sehr netten Gesprächen nicht bestätigt und ich habe das erste Mal wirklich gute Erfahrungen mit fremden Einheimischen gemacht, die nicht rumgaffen oder mit plumpen Sprüchen auf sich aufmerksam machen.

Alles in allem ein sehr netter Kurzurlaub – abgesehen vom Sonnenbrand. Wohl das letzte Mal, dass ich die Sonne hier unterschätzt habe, da ich deshalb kaum richtig sitzen kann.

Nun haben wir heute Morgen unsere Sachen gepackt und warten darauf in unsere neue Wohnung gefahren zu werden. Da können wir uns dann endlich richtig ausbreiten ohne die Angst, dass unsere Klamotten im Schrank vergammeln oder aufgefressen werden. Und wenn wir dann auch irgendwann mal unser Visum bekommen, bleibe ich vielleicht sogar die nächsten 5 Monate noch hier

Cheers, Sina

18Sept
2014

Kandy - Nuwara Eliya - Und Zurück!

Hey Leute,

da bin ich wieder. Nach ein paar schönen Tagen in der Mitte des Landes bin ich wieder zurück in Colombo mit der Aussicht, doch bereits nächste Woche in die neue Wohnung ziehen zu können. Also alles positiv soweit.

Wir haben unseren Trip in Colombo Fort von der Bushaltestelle angetreten und sind ca. 3 ½ h mit dem Bus nach Kandy getuckert, 110 km in die Mitte des Landes.

Dort sind wir in einem kleinen Guest House untergekommen, weit oben auf einem Berg mit wunderschöner Umgebung und sehr netten Inhabern.

Als wir unsere Sachen abgeladen haben sind wir zum Sri Dalada Maligawa, dem Zahntempel, gefahren. In dem Tempel wird wohl Buddhas Eckzahn als Reliquie aufbewahrt. Diesen durften wir nur mit bedeckten Beinen und Armen und barfuß betreten. Erstaunlich waren die vielen Menschen, die Blumen vor dem Tempel niederlegten und gemeinsam auf dem Boden saßen und beteten. Andere wiederum waren von unserer Anwesenheit scheinbar so erstaunt, dass sie ein Foto mit uns machen wollten.

Anschließend haben wir uns den Kandy Dance angeguckt. Eine sehr touristische Präsentation sri lankischer Tänze mit wirklich schönen und ausgefallenen Kostümen und interessanter Trommelmusik.

Daraufhin sind wir mit Michelles Freunden, die wir dort trafen, noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert und kamen schließlich ziemlich kaputt in unserem Guest House an. Dort auf dem Balkon habe ich das erste Mal seit ich hier bin die Tiere draußen gehört, ungestört vom Verkehrslärm, und konnte andere Gerüche wahrnehmen als Abgase. Und ich habe endlich Affen auf der Straße gesehen!!!

Nächsten Tag sind wir mit dem Bus zum Millenium Elephant Orphanage gefahren. Dort haben wir uns die Elefanten anschauen können, die angeblich von der Organisation gerettet wurden und nun, offensichtlich, als Touristenattraktion an Ketten dazu dienen, ein bisschen Geld in die Kassen zu spülen. Zu hoffen bleibt, dass dieses Geld wenigstens wirklich in die Elefantenrettung fließt.

Mit gemischten Gefühlen, aber ein paar schönen Fotos von diesen großartigen und schönen Tieren, sind wir dann zurück nach Kandy und haben eine weitere schöne Nacht in dem Guest House verbracht.

Nächsten Tag sind wir weiter nach Nuwara Eliya. Auf 1800 Metern Höhe sind es hier, während Colombo bei guten 30 Grad in der Sonne schwitzt, angenehme 15 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist viel besser zu ertragen. Hier sind wir als wir ankamen ins Guest House und haben den Rest des Tages lediglich damit verbracht ein bisschen umher zu laufen und uns des Regens und der Kälte zu erfreuen. Denn obwohl es von Kandy nur ca. 75 km bis nach Nuwara Eliya sind, haben wir gute 3 Stunden für die Fahrt gebraucht. Nuwara Eliya wird hier auch „Little England“ genannt, nicht nur wegen des Wetters; auch unser Guest House war im Kolonialstil eingerichtet und davor erstreckte sich ein großer Park und ein Golfplatz war nicht weit. Nach einer kalten Nacht sind wir nächsten Tag zu den Mackwoods Teeplantagen gefahren. Die Aussicht dort war schlicht beeindruckend und der Tee hat auch noch ziemlich gut geschmeckt.

Abends sind wir in einen Pub in der Stadt gegangen und haben dort das erste Mal Arrak, einen sri lankischen Kokosnussschnaps, ausprobiert. Der hat mich ganz schön umgehauen und als wir nächsten Tag schon früh aufstehen mussten, um unser Tuktuk zum Bahnhof zu erwischen, ging es mir nicht ganz so gut. Das wurde auch im Tuktuk nicht besser, denn wir sind den ganzen Weg zum Bahnhof in Nanu-Oya über Baustellen und aufgebrochene Straßen gefahren und unser Fahrer schien auf Droge. Nach einer siebenstündigen Fahrt zurück nach Colombo Fort und einer weiteren Stunde Busfahrt zurück zu unserem Apartment, die von einem sehr unangenehmen Erlebnis mit dem Ticketverkäufer gekennzeichnet war, haben wir uns eine Pizza bei Domino’s gegönnt und sind zurück ins Rattenloch schlafen gegangen.

Heute, einen erfolglosen Tag in der Uni später, haben wir beschlossen unsere zukünftige Vermieterin nach einem früheren Einzugstermin zu fragen. Sie willigte ein und so sind unsere Tage in diesem Apartment gezählt. Das lässt mich gleich ein bisschen besser schlafen. Schade nur, dass das Viertel schon ein bisschen zu unserer Hood geworden ist und wir uns gut an unsere Nachbarn, den Zug, der alle halbe Stunde gefühlt durch unser Schlafzimmer fährt und unser präferiertes Take Away gewöhnt haben. Dennoch, die Freude überwiegt und wir konnten unsere Erfahrungen, die wir in den letzten 16 Tagen gemacht haben, bereits an eine chinesische Praktikantin weitergeben, Nico, die das Glück hatte gestern hier einzuziehen.

Das war's erstmal wieder.

Eure Sina

12Sept
2014

Grenzerfahrungen

Kleiner Nachtrag:

Alles begann mit den nervigen Moskitos. Den ersten Gecko, den ich über den Schreibtisch laufen sah, fand ich auch echt süß, die seh ich hier auch öfter und habe sie als Mitbewohner akzeptiert. Nicht gewöhnen kann ich mich an die fliegenden, überdimensional großen Kakerlaken, die inzwischen aus jedem Winkel der Wohnung kriechen und meine Kulturtasche halb aufgegessen haben. Aber ok, das ist hier wohl so. Die kommen schließlich überall durch. Dass es hier Mäuse gibt ist mir zudem auch bewusst. Aber dass eine Ratte fröhlich über ein Kabel in unserer Küche balanciert und die Wände entlang krabbelt ist mir einen Tick zu viel der Krabbelvielfalt in der Wohnung.

Wie gut, dass wir bereits ab 1. Oktober eine putzige, kleine Wohnung in Colombo 7 bewohnen werden. Auch dort gibt es Geckos, aber die empfange ich gerne mit offenen Armen, solange uns Ratten erspart bleiben.

In diesem Sinne eine gute Nacht! Und sollte ich nicht heute Nacht von einer Schar von Ratten gefressen werden: Bis bald! 

12Sept
2014

Wrap up der vergangenen Tage

Guten Abend,

nach ein paar Tagen komme ich endlich mal wieder dazu, ein bisschen was zu schreiben. Das WLAN hasst uns hier leider, von daher ist heute einer der Glückstage. In den letzten Tagen ist nicht wirklich viel passiert. Wir haben uns weiter mit der Bürokratie der University of Colombo rumgeschlagen und waren abends im Pub unterwegs. Abends schlagen wir uns außerdem ganz gut im Kakerlaken vernichten und nachts werden jegliche seltsame Geräusche außerhalb des Moskitonetzes gekonnt ignoriert. Wir waren hier und da shoppen, haben diverse sri lankische Gerichte ausprobiert und waren in Pettah, ein Viertel im südlichen Colombo. Pettah ist ein einziger, riesiger Basar, wo wohl immer ordentlich was los ist, wenn man nicht gerade an einem Feiertag hinfährt, wie wir. Hier treffen Muslime, Singhalesen und Tamilen aufeinander und leben wohl weitgehend friedlich miteinander.

Nach so vielen, oft erfolglosen Tagen an der Uni auf der Jagd nach fehlenden Unterschriften für unser Visum, fliehen wir morgen für ein paar Tage nach Kandy. Dort wollen wir uns den Zahntempel anschauen, nach Nuwara Eliya fahren und das Wetter genießen und nachts auf den Adam’s Peak wandern, um dort morgens den Sonnenaufgang zu sehen. Danach kommen dann bestimmt auch mal wieder ein paar mehr Bilder.

Bis dahin liebste Grüße,

Sina

07Sept
2014

Tag 6 - Viecher!

Tag 6 war sehr entspannt – ein richtiger Sonntag eben. Außer, dass man nicht jeden Sonntag von riesigen, fliegenden Kakerlaken angeflogen wird – in der Wohnung!! Um den Schock zu überwinden sind wir nach draußen geflohen und der Ozean, die Sonne und die leichte Brise haben mich wieder ein wenig beruhigt. Nach einem kleinen Strandspaziergang sind wir dann zu einem Take Away in der Nähe und haben uns dort sri lankisches Essen für drei Leute für umgerechnet ca. 3 Euro gekauft – und das war auch noch richtig gut. Sehr scharf, aber wohl etwas an das ich mich hier erst noch gewöhnen muss. Abends, beim DVD schauen, haben wir den großen Bruder der Kakerlake von mittags fröhlich in der Küche umherschwirren sehen. Dies bewog uns schließlich dazu, uns unter den Moskitonetzen über unseren Betten in Sicherheit zu bringen.

Mount Lavinia Hotel

 

Rice, Potato Curry, Dahl, Kottu

06Sept
2014

Tag 5 - Galle Face

Tag 5 waren wir mit Sandani und Sajiv, die uns abgeholt haben, am Galle Face unterwegs und haben Rotti gegessen. Abends hat Sandani uns mit zu der Abschiedsfeier einer Freundin genommen, die zum Studieren nach England geht. Wir waren erst in der „Manchester“ Bar und anschließend im „Qubaa“. Dort gab es Livemusik und wir haben mit Sunnys Freunden getanzt. Auf dem Rückweg wurden wir von Polizisten angehalten, die dachten, dass Sajiv betrunken ist. Er wurde sie nur los indem er ihnen 1000 Rupees in die Hand gedrückt hat, was ungefähr 6 € entspricht. Korrupt durch und durch die Beamten hier. Es war wirklich gut mal zu sehen, wie die jungen Leute in Sri Lanka sich so amüsieren und überraschend festzustellen, dass es in den Bars gar nicht so anders zugeht, als in Deutschland.

Galle Face in Colombo

 

05Sept
2014

Tag 4

Im Grunde haben wir uns Tag 4 mit weiterem Organisationskram für unser Visum rumgeschlagen. Sind in der Uni umhergelaufen um irgendwelche Unterschriften zu bekommen und haben nicht wirklich was erreicht – die srilankische Bürokratie ist tatsächlich noch viel unnötiger kompliziert als die deutsche. Zwischendurch waren wir Indisch essen, haben beim Obsthändler an der Ecke eingekauft und sind schließlich nach Hause. Abends sind wir in eine sehr schön gelegene Strandbar gegangen und saßen dort unter Palmen und mit Meeresrauschen und Bier zusammen. Das war auch wirklich mal wieder nötig!

04Sept
2014

Tag 2 & 3 - Warten auf das Kribbeln feat. Sri Lankan Experiences

Nach einer viel zu kurzen Nacht sind wir gestern mit einer kalten Dusche dann doch ganz gut hochgekommen. Mir fällt auf, dass dieses Kribbeln noch nicht da ist, was ich bei meiner Irlandreise verspürt habe. Ich denke, ich habe einfach noch nicht wirklich realisiert, dass ich nun hier bin. Für sechs Monate. Ich entscheide mich also dazu mich zurückzulehnen und in Ruhe auf den Culture Shock zu warten, der mir dann entgültig beweist, dass diese Straßen, diese Bäume, diese Häuser und diese Menschen nicht das sind, was ich von zu Hause kenne.

Nach einem ersten Versuch das Permanent Resident Visum zu bekommen (und es blieb zunächst bei dem Versuch), sind wir weiter um ein wenig die Klamottenläden hier nach einer angepassten Garderobe zu durchforsten. Die Busfahrten, die wir zwischendurch mitgemacht haben waren so verrückt, wie man es sich in Deutschland nie und nimmer vorstellen könnte. Erinnert mich sehr an den Knight Bus aus Harry Potter 3. Es scheint keine Lücke zu eng zu sein, um sich hindurch zu quetschen. Und ab und an klebt auch mal jemand vorne an der Scheibe, wenn es eine Vollbremsung gab. Und gehupt wird in jeder Situation - und wer gerade nichts zu hupen hat, der macht just for fun mit.

Am Abend gab es ein echtes, sri lankisches Essen, gekocht von der Mutter meines Study Buddies.

Heute haben wir wiederum ein bisschen mehr schlafen können. Ich habe noch nie so leckere Ananas gegessen wie heute morgen! Nach einer weiteren kleinen Shoppingtour, trafen wir uns mit Leuten von der Uni, um über den Visaprozess zu sprechen und - moment mal, genau, ich soll hier ja auch studieren -, um zu besprechen wie und wann wir uns für Kurse eintragen und wie alles abläuft.

Highlight des Tages: Ich bin das erste Mal Tuktuk gefahren und fand es beängstigend und toll zugleich.

Weiteres Highlight: King Coconut. Gibt es hier überall an den Straßenecken zu kaufen.

Ach übrigens: Für mehr Bilder haben Katha, Michelle und ich uns einen Fotoblog zugelegt. Weniger Gelaber, mehr zu sehen (demnächst)! Wer Lust hat klickt mal rein:

fotoblog-srilanka.auslandsblog.de

Schaut gerne trotzdem mal wieder hier rein. Bis bald, Sina

 

 

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